Bhaktapur City of Gods, so begrüßte mich ein junger Nepali bei meiner Ankunft in der kleinsten der drei Königsstädte im Kathmandu-Tal. Sein Name ist Pramesh und er führte mich durch seine Stadt.

Bhaktapur ist zum Glück nicht vom Erdbeben in 2015 so stark zerstört worden, wie Kathmandu. Viele Tempel der kleinen Stadt sind völlig intakt, manche leider nicht. Die Bewohner sind sehr daran interessiert, Zerstörtes wieder aufzubauen und in alten Glanz zu verwandeln. Bhaktapur ist im Gegensatz zu Kathmandu sehr sauber, kaum staubig und das tolle ist, im Stadtkern dürfen keine Autos fahren. Im Grunde ginge dies auch gar nicht, denn Bhaktapur ist über kleinere Gassen zu begehen. Bhaktapur ist wie ein verträumter kleiner Königspalast. Es gibt so vieles zu entdecken und was das handwerkliche Geschick der Baumeister dieser Stadt mit ihren wunderschönen Tempeln angeht, wahnsinn!

Man findet auch gute Restaurants wie z.B. das Rooftop Cafe direkt am Pottery Square. Geführt von einem jungen Nepali. Top Küche, top Aussicht und wie immer eine Herzlichkeit ohne Grenzen. Aber man sollte sich vorher erkundigen was er für das Bier haben will. Nicht mehr als 250 Rupien Touripreis bitte. Dafür gibt es dann ein eiskaltes Nepal Ice mit 650 Millilitern.

Was mir besonders gut gefiel waren die Menschen denen man sehr nah war. Vielleicht durch die Führung durch Pramesh der dort jeden zu kennen schien. In einem ganz kleinen Laden besorgte ich mir Himalaya-Salz. Der Verkäufer hämmerte gerade die Salzbrocken klein als ich in seinen Laden ging. Tief gebeugt da die Türen sehr sehr klein sind. Ich fragte ihn nach den Sorten und er beriet mich in einem sehr guten Englisch. Gab mir eine Probe von dem schwarzen Salz und aus mir kam nur ein HMMMMMM. Sehr lecker! Er schmunzelte und verkaufte mir noch etwas grünen Tee.

Wer Zeit hat fährt natürlich nach Bhaktapur und wer keine hat sollte sie sich nehmen. Hammer geile Königsstadt muss man erlebt haben! Der Eintritt für Besucher in diese wunderbare Welt beträgt ca. 1500 Rupien. Die Einnahmen kommen zum einen der Instandhaltung der Tempelanlagen zu Gute und zum anderen Teil den Einwohnern Bhaktapurs.

Man erhält eine wunderschön gedruckte Eintrittskarte und einen Flyer mit allen Sehenswürdigkeiten und Informationen zur Historie. Die Flyer gibt es in der jeweiligen Muttersprache des Besuchers. In meinem Fall also eine deutsche Version.