In meiner Vorstellung und schmalen Vorbereitungszeit konnte ich mir nich ausmalen wie groß Kathmandu sein würde. Bis dahin war ich fest davon überzeugt die Stadt sei klein und gut zu Fuß zu erkunden. Naja, irren ist menschlich wie sich im Laufe der ersten Tage herausstellen sollte. Wer faul ist und schnell vorankommen will leistet sich ein Taxi. Die anderen latschen im Staub.

Am Flughafen hatte ich dann meine erste Begegnung mit einem der wohl tausenden Geldautomaten. Die bunten Scheinchen die dieser mir entgegen schob rochen zum Teil nach Öl und waren abgenutzt. Details die mir immer wieder ins Auge schossen. Rein ins Taxi und ab ins Hotel dachte ich mir. Bis zum „rein ins Taxi“ war das kein Problem und dann begann das große Staunen. Die Ring Road – ein geordnetes Chaos. Ich konnte mich kaum halten und lachte dem Taxifahrer zu. Sein Name war Diel. Er nickte wohlwissend was ich als „Neuling“ empfinden musste und lachte mit mir.

Die Fahrt zum Hotel dauerte eine Weile da die Ring Road, so sagte er mir, täglich von 9 bis 13 Uhr (Ortszeit) gut befahren war. Stimmt, ich hab es gesehen und gehört. Kreuz und quer fuhren die kleinen Taxis wie Ameisen, dicke Brummer (LKWs) wie mächtige Elefanten und Motorräder durcheinander. Alle hupten wir verrückt als gäbe es kein Morgen mehr. Egal, Kathmandu rockt und ich war mehr als happy im Taxi zu sitzen und das Spektakel zu erleben.

Nach 30 Minuten kam ich im Hotel an, staubig im Gesicht, aber mehr als zufrieden mit dem Entschluss nach Nepal gereist zu reisen. Diel bekam sein Geld. Natürlich viel zu viel wie ich später erfuhr. Aber hey, 6 Euro tun nicht weh oder? Man lernt, wenn man auf Reisen ist. Und wie sagt der Nepali „I am happy when you’r happy“.