Am Swayambhunath auch bekannt als Monkey Temple oder Monkey Stupa, wird nach dem Erdbeben in 2015 weiterhin gebaut. Bei meinem Besuch der Tempelanlage im Westen Kathmandus war es dennoch eine tolle Erfahrung auf diesem Berg zu sein und einen fantastischen Blick über Kathmandu zu genießen.

Da ich an einem Sonntag vor Ort war, war es dem entsprechend voll. Viele Einwohner Kathmandus waren dort und chillten auf dem Bergtempel. Wie eigentlich bei jedem buddhistischen Tempel flattern die Gebetsfahnen im Wind. Überall standen die Straßenhändler mit Zuckerwatte, Schmuck und allerhand anderen Dingen.

Mich faszinierten vorallem die Bauwerke und Bildhauerarbeiten. Buddhas und Götterabbildungen die zum Teil sehr fein in Stein gemeißelt oder Holz geschnitzt waren. Handwerklich gesehen sind dies ganz klar Meisterarbeiten. Schade, dass die eigene Bevölkerung dies nicht mehr so wahrnimmt und lieber Geldmünzen in einen Brunnen werfen, immer dem Glück auf den Fersen. Eine Art Karma-Lotto auf dem Monkey Stupa.

Interessant wird es auch, wenn man den Berg wieder herabgeht und sich dabei Zeit nimmt die Umgebung zu erfahren. In manchen Situationen bringt dies einen Menschen wie mich zum Nachdenken und Innehalten. So z.B. als ich an einem Hof vorbei kam, wo gerade eine hinduistische Bestattungszeremonie abgehalten wurde. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht an dem hinduistischen Tempel Pashupatinath nahe dem Flughafen Kathmandus gewesen. Dort werden täglich mehrere solcher Zeremonien abgehalten. Am Pashupatinath war ich dann einige Tage später, am Abend. Ein wahrhaft ergreifendes Erlebnis. Pashupatinath sollte man ganz früh Morgens oder spät am Abend besuchen. Warum verrate ich nicht. Findet es heraus.

Zurück zum Thema. Es war wie gesagt sehr berührend zu sehen wie die Menschen Abschied von einem Angehörigen nahmen. Mit Musik und natürlich auch Weinen, verbrannten Sie den Körper dieser Person. Auch, wenn es makaber klingen mag, aber zu meinem Erstaunen gab es keine unangenehmen Gerüche. Alles was ich wahrnahm waren trauernde Menschen, viele Zuschauer der Zeremonie und Menschen die einfach ihrem Alltag folgten und weitergingen ohne die Zeremonie wahrzunehmen. Wie nehmen wir das eigentlich wahr, wenn bei uns jemand bestattet wird? Kaum, denn so öffentlich und hemmungslos gehen wir Westler nicht mit dem Tot um.